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Erweiterung und Sanierung Schulanlage Umiken


Visualisierung: Ansicht Nord Pavillon (Neubau) + Bestand

Ausgangslage
Aufgrund der aktuellen Schüler- und Klassenprognosen wird mit einem beachtlichen Anstieg der Schülerinnen- und Schülerzahlen (SuS) gerechnet. Hoher prioritärer Handlungsbedarf zeigt sich gemäss Analyse der städtischen Schulraumentwicklung Basler & Hoffmann 2021 im Einzugsgebiet der Schulanlage Umiken. Dies führt an diesem Ort zu einem Mehrbedarf an Kindergartenplätzen und Schulraum.

Nutzungen
Der Erweiterungsbau soll Platz für zwei Kindergartenabteilungen sowie fünf Primarschulabteilungen sicherstellen, um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Das bestehende Primarschulgebäude ist heute deutlich zu klein. Die Lehrpersonen verfügen über sehr beengte Verhältnisse für die Unterrichtsvorbereitung. Für den Gruppenunterricht werden behelfsmässig abgegrenzte Arbeitszonen (Nischen) im Gangbereich und im Treppenhaus verwendet. Zudem besteht beim alten Schulhaus erheblicher Sanierungsbedarf; dieses hält die heute geltenden Vorschriften betreffend Erdbebensicherheit nicht ein. Mit der Realisierung des geplanten Erweiterungsbaus und der Sanierung des bestehenden Schulhauses kann künftig unter geeigneten Platzverhältnissen und Lernbedingungen unterrichtet werden.

Die geplante zweite Kindergartenabteilung am Standort Umiken wird das «Provisorium Freudenstein» ersetzen.

Hinzu kommt, dass das Angebot an Räumlichkeiten für die Tagesstruktur Umiken unbefriedigend ist, weil sich diese ausserhalb des Schulareals befinden. Die Tagesstruktur wird neu auf dem Schulareal untergebracht, was zu betrieblichen Synergien und einer erhöhten Betreuungsqualität führen wird.

Architektur
Im Zuge des zwischen Januar 2022 und Oktober 2022 durchgeführten Projektwettbewerbs für den Generalplaner hat sich das Projekt «Über den Auen» der Planer Froelich & Hsu Architekten AG in Brugg/Zürich als Wettbewerbssieger etabliert.

Der Projektbeitrag «Über den Auen» sieht einen klar proportionierten dreigeschossigen Schulhausneubau (Pavillon) vor, welcher das alte Schulgebäude ergänzt und mit diesem durch eine offene, überdachte Passage (Pergola) verbunden ist. Mit der Setzung des neuen längs gerichteten Baukörpers, der sich in Richtung Westen öffnet und von der Schulstrasse Abstand hält, wird im Zusammenspiel mit dem alten Schulhaus und der nördlichen Turnhalle eine neue räumliche Mitte für die Schulanlage Umiken geschaffen. Diese weist städtebaulich, räumlich und funktional hohe Qualitäten auf. Mit dem neu auf das Niveau des alten Schulhauses abgesenkten Pausenhofes entsteht ein zusammenhängender Bereich, der Eingangsort für beide Schulhäuser ist.

 


Ansicht Nord Pavillon (Neubau) + Bestand

Raumprogramm / Anforderungen
Der Neubau (Pavillon) umfasst im Erdgeschoss die Räumlichkeiten für den Doppelkindergarten mit separaten Zugängen auf den Pausenhof. Auf der gleichen Ebene befindet sich gut zugänglich die Bibliothek. In den beiden Obergeschossen sind die Klassenzimmer raumsparend mit einem Grundrisslayout ohne Korridore konzipiert. Mittig zwischen den Klassenzimmern und anderen einheitlichen Räumen wird eine grossflächige Multifunktionszone angeordnet, die für vielfältige schulische Aktivitäten genutzt werden kann. In Ergänzung zu den «konventionellen Unterrichtszimmern» lassen sich dort zeitgemässe und zukünftige Unterrichtsmodelle umsetzen.

Im Altbau entstehen pro Geschoss unterschiedliche Nutzungsflächen: Im Erdgeschoss die Tagesstrukturen mit direktem Bezug zum Freiraum, im ersten Obergeschoss das Lehrerzimmer und im zweiten Obergeschoss die Fachräume für das Textile und Technische Gestalten. Der grossvolumige Dachraum dient hauptsächlich dem Musikunterricht.

Politische Entscheide und Termine
Am 28. Juni 2024 bewilligte der Einwohnerrat den Baukredit für die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Umiken.

Die Urnenabstimmung zur Bewilligung des Baukredites für die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Umiken fand am 22. September 2024 statt.

Die Stimmberechtigten der Stadt Brugg haben den Baukredit für die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Umiken in der Höhe von CHF 12'340'000 inkl. MWST zuzüglich Teuerung mit 2'679 Ja- zu 943 Nein-Stimmen angenommen. Die Stimmbeteiligung bei dieser Vorlage lag bei 47,9 % (vgl. Protokoll [pdf, 668 KB]).

Der Baustart ist für Herbst 2025 vorgesehen und wird in Etappen vollzogen. Zuerst wird der Neubau realisiert, damit die Schülerinnen und Schüler möglichst bald in den Erweiterungsbau einziehen können. Anschliessend wird das bestehende, leere Schulhaus saniert. Durch diese Planung kann auf Container-Provisorien verzichtet werden. Der Abschluss der Baumassnahmen ist für Frühling 2028 geplant.

Dokumentation