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Spielfelder: Natur- und Kunstrasen

Der Stadtrat beantwortet die Motionen «Förderung der Bewegungs- und Sportmöglichkeiten in der Stadt Brugg» und «Anschaffung eines Kunstrasenplatzes» gemeinsam

Rasenspielfelder

Die Stadt Brugg verfügt über ein beachtliches Angebot an Rasenspielfeldern. Genutzt werden diese durch die Volksschulen, das Berufs- und Weiterbildungszentrum Brugg (BWZ), die Laufsportgruppe Brugg, die Leichtathletikriege Windisch und insbesondere durch die Fussballklubs im Gemeindegebiet der Stadt Brugg. Neben dem FC Brugg, sind der FC Schinznach-Bad und seit Sommer 2021 der neu formierte FC Umiken aktiv.

Die Rasenspielfelder in Brugg präsentieren sich in gutem Zustand. Die Pflege dieser Felder in Brugg erfolgt durch den Werkdienst. Die Belastungskapazität von Rasenspielfeldern ist beschränkt. Für die Kapazitätsberechnung der Rasenspielfelder sind Fussballtrainings und Fussball-Matches mit Stollenschuhen massgebend. Sämtliche anderen Nutzungen sind unbedeutend und werden in der Kapazitätsermittlung nicht berücksichtigt.

Keines der Brugger Rasenspielfelder ist durch die aktuelle Belastung an seiner Kapazitätsgrenze. Da keiner der Brugger Fussballklubs über eine Profimannschaft verfügt, finden die Trainings von Junioren und Erwachsenen ausserhalb der Arbeits- und Schulzeiten statt. Der Trainingsbetrieb erfordert eine grosse Anzahl an Rasenspielfeldern, was einen Parallelbetrieb der Trainings ermöglicht. Die Vertreter der Laufsportgruppe, der Leichtathletikriege und der Volksschule Brugg sind mit dem Angebot an Rasenspielfeldern in Brugg qualitativ und quantitativ zufrieden. Dem BWZ fehlt der Zugang zu einem Aussenplatz in der Sportanlage Mülimatt. Der FC Brugg sucht Möglichkeiten auch im Winter auf Rasen trainieren zu können.

Der technische Aufbau der Rasenspielfelder in Brugg ist suboptimal. Mit einem Ersatz der obersten Bodenschichten von rund 40 cm und dem Einbau eines Entwässerungssystems kann die Nutzbarkeit deutlich gesteigert werden. Rasenspielfelder, die auf einer entwässerten Fläche mit einem nach DIN-Norm aufgebauten Untergrund eingesät werden, haben eine deutlich höhere Belastbarkeit und sind ganzjährig bespielbar, wenn sie im Frühjahr regeneriert werden können.

Mit der Sanierung von 3 Feldern (Geissenschachen Brugg, Hauptplatz Schinznach Bad, Platz 1 Stadion Au) kann das quantitative und qualitative Rasenspielfeldangebot deutlich ausgebaut und ein Angebot für einen parallelen Wintertrainingsbetrieb auf Rasen als auch Reserve für eine zukünftige Nachfrage geschaffen werden.

Anschaffung eine Kunstrasenplatzes

Auch der Bau eines Kunstrasenplatzes böte eine Möglichkeit, im Winter – ausser bei Frost und Schneefall – im Freien Fussball auf Rasen spielen zu können.

Als Standort für den Bau eines Kunstrasenfeldes würde sich Platz 2 östlich des Stadions anbieten. Die Lage ist durch die relativ kurzen Wege zur Garderobe günstig und die Rückseite der Sitzstufen zum Leichtathletikstadion kann mit Stufen innerhalb der Umzäunung geschickt als kleine Zuschauertribüne genutzt werden. Nach einer Lebensdauer von maximal 15 Jahren müsste der Rasenteppich ausgewechselt werden.

Antrag Einwohnerrat

Fussball ist sehr populär und geniesst in breiten Teilen der Bevölkerung Aufmerksamkeit. Fussball wird von Menschen verschiedenster Nationalitäten gemeinsam gespielt und zeigt integrierende und vermittelnde Wirkung.

Der Bau eines Kunstrasenfeldes erlaubt ganzjähriges Fussballspiel im Freien, mit Ausnahme von Tagen mit Schneefall und Frost. Ein Kunstrasenfeld dient nur dem Fussballspiel. Sämtliche übrigen Sportarten profitieren nicht von der zusätzlichen Infrastruktur. Ein Kunstrasenfeld weist eine Nutzungskapazität von 40 Stunden/Woche auf. Diese Nutzungsintensität, die tiefe Kosten pro Nutzungsstunde erlaubt, entspricht nicht den Bedürfnissen der Brugger Fussballvereine. Den Bedürfnissen des FC Schinznach-Bad kann mit einem Kunstrasenfeld im Stadion Au wegen der Lage genauso wenig entsprochen werden wie den Bedürfnissen des BWZ. Der Umbau des Rasenspielfeldes im Geissenschachen würde dem BWZ einen ganzjährigen Sportunterricht im Freien ermöglichen.

Die Stadt Brugg verfolgt die Praxis, bestehende Infrastruktur Vereinen zur Verfügung zu stellen. Ist eine Infrastruktur speziell nach den Bedürfnissen von Vereinen zu erstellen, werden die Investitionen in der Regel durch die Vereine getragen. Die Brugger Fussballklubs leisten umfangreiche ehrenamtliche Arbeit und verdienen ausserordentliche Unterstützung für ihr wirkungsvolles Engagement.

Der Stadtrat beantragt dem Einwohnerrat aufgrund des breiteren Nutzens bei vergleichbaren Kosten die Variante der Sanierung von drei Rasenspielfeldern dem Bau eines Kunstrasenfeldes zu genehmigen.