Budget 2027
Das vorliegende Budget steht ganz im Zeichen des vom Einwohnerrat erteilten Auftrags und der Zielsetzung des Stadtrates, den städtischen Finanzhaushalt nachhaltig zu stabilisieren. Um diesen Weg der finanziellen Erholung erfolgreich zu beschreiten, orientiert sich das Budget an der Finanzplanung 2027–2032. Dass dieser Kurs trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen – wie unter den Erwartungen zurückbleibende Steuereinnahmen und stark steigende, kaum beeinflussbare Kosten – gehalten werden konnte, ist das Resultat einer konsequenten Budgetdisziplin. Da eine nachhaltige Erholung Zeit beansprucht, entfalten die eingeleiteten Massnahmen ihre Wirkung schrittweise über die kommenden Jahre.
Das Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit weist ein Defizit von CHF 12.26 Mio. aus. Strukturbedingt finanziert die Stadt Brugg einen Grossteil dieses Betrags durch das Ergebnis aus Finanzierung (+CHF 8.41 Mio.), sodass ein operatives Restdefizit von CHF 3.85 Mio. verbleibt. Unter Berücksichtigung des ausserordentlichen Ergebnisses resultiert ein Gesamtaufwandüberschuss von CHF 3.86 Mio.
Massiv eingeschränkt wurde der stadträtliche Handlungsspielraum durch stark steigende gebundene Ausgaben, namentlich bei den Restkosten der Pflegefinanzierung. Um die gesteckten Budgetziele dennoch einzuhalten, war eine äusserst restriktive Budgetierung unumgänglich. Einen wesentlichen Beitrag leistete dabei die vorsorgliche Berücksichtigung einer Entlastung durch die im Grossen Rat hängige Plafonierung der Gemeindebeiträge auf dem Niveau von 2025. Ohne diesen Schritt – der zwar mit einer gewissen Unsicherheit behaftet ist – hätte das angestrebte Ziel nicht erreicht werden können.
Erste positive Effekte von verwaltungsinternen Optimierungen bringen Einsparungen von rund CHF 0.20 Mio. Für komplexere strategische Fragen (wie die Überprüfung der Führungsstrukturen, Aufgabenkritik, Stärkung des Steuersubstrats und Renditeliegenschaften) ist im Budget eine gezielte externe Begleitung vorgesehen.
Beim Steuerfuss bleibt es bei unveränderten 97 %. Während bei den natürlichen Personen durch ein leichtes Bevölkerungswachstum mit moderat höheren Erträgen gerechnet wird, bleiben die Erträge der juristischen Personen hinter dem 2026er-Budget zurück – bedingt durch Nachwirkungen der Steuergesetzrevision 2022.
Weiterführende Unterlagen: